Aufgaben einer Bauwerksabdichtung

Bauwerksabdichtung

 

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Die Bauwerksabdichtung eines Neubaus hat die Aufgabe, die Bausubstanz dauerhaft vor dem Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen. Sie ist nur durch ein komplexes System wirksam, bei dem jede einzelne Abdichtungsart spezille Funktionen erfüllen muss. Fehlt einer dieser Bausteine, so ist unter Umständen die Funktionsfähigkeit des ganzen Abdichtungsystem in Frage gestellt.
Wichtig ist auch die Verträglichkeit der Abdichtmaterialien, die untereinander geprüft sein müssen, um Langzeitschäden auszuschliessen



 1. Die Lage der Abdichtung von Bodenplatten ist abhängig vom Lastfall und der Betonbeschaffenheit. Bei WU Bodenplatten kann die Abdichtung oberhalb erfolgen. Ist keine WU Bodenplatte vorhanden, muss die Abdichtung unterhalb der Bodenplatte erfolgen.  2. Die Horizontalabdichtung unter Wänden sollte bei mineralischen Schlämmsystemen immer in zwei Lagen ausgeführt werden. Sie lässt sich hervorragend an die Innen- und Aussenabdichtung anschliessen. 3. Der Hinterfeuchtungsschutz mit mineralischen Schlämmsystemen ist immer notwendig, wenn die bituminöse Abdichtung nicht vor rückwärtiger Feuchtigkeit geschützt werden kann. 
     
 4. Die bituminöse Abdichtung (KMB) weisst eine hohe Rissüberbrückung auf, um selbst bei Setzungen des Bauwerks ihre Abdichtungsfunktion zuverlässig zu erfüllen. Die rissüberbrückenden Eigenschaften werden in ein bauaufsichtliches Prüfzeugnis bestätigt.  5. Detaillösungen bedürfen immer besonderer Sorgfalt, um auch hier im Bereich einer Durchdringung die Dichtigkeit zu garantieren. Ebenso sind auch Fugen durch die Ausführung mit Fugenbänder zuverlässig abzudichten.  6. Der Schutz der Abdichtung ist ein besonderer Stellenwert beizumessen. Mit oder ohne Wärmedämmung muss sie
jede punkt- und linienförmige Belastung auf die Abdichtung ausschliessen und eventuell zusätzliche Dränfunktionen erfüllen.
     
 7. Die Sockelabdichtung schützt zuverlässig im Bereich der Spritzwasserzone. Die volle Funtionsfähigkeit ist nur durch genügende Überlappung mit der KMB um mindestens 20 cm sichergestellt.  8. Zum fachgerechten Einbau des Abdichtungsschutzes ist auch die Verwahrung im Sockelbereich notwendig, um zum Beispiel das Hinterwandern von Erdreich dauerhaft zu verhindern.  9. Jede Abdichtung ist vor
Beschädigung zu schützen, so auch
die Sockelabdichtung. Diese Aufgabe übernimmt in diesem Fall das
Putzsystem.