Horizontalsperre

Mauerwerksinjektion gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

 

  •  

Mauerwerksinjektionen gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit bauen Horizontalsperren auf. Solche werden immer kombiniert mit weiteren Massnahmen wie z.B. vorheriger Verdämmung und Innen- oder Aussenabdichtungssystemen. Die Bauzustandsanalyse bestimmt die lage der Horizontalabdichtung und den kapillaren Durchfeuchtungsgrad sowie die Porenvolumina als Entscheidungsgrundlage für die Wahl der richtigen Verfahrenstechnik. Hierbei wird in Drucklos, Niederdruck und Vortrocknung unterschieden.

 

Poren verdichten, Wasser abweisen

Die dabei in das Mauerwerk eingetragenen Wirkstoffe arbeiten wie folgt:

  • Die Wirkstoffe lagern sich im Kapillarsystem ab und verengen es.
  • Sie hydrophobieren zugleich die Kapillarwandungen, bilden also eine nicht benetzbare Schicht ohne Kapallarität
Injektionsverfahren wirken imprägnierend. Mit oder ohne Druck durchtränken sie das Kapillarsystem des Baustoffs so, dass im Mauerquerschnitt eine durchgängig imprägnierte Schicht entsteht.

Kiesol stoppt die Feuchte

Kiesol wirkt als Injektionsmittel über Jahrzehnte zuverlässig wasserabweisend und porenverengend. Diese einzigartige Wirkung zeigen nicht nur Tausende von Altbauten, sondern auch die Prüfzeugnisse und Untersuchungsberichte.
Auch nach nahezu 50-jähriger Anwendungspraxis ist Kiesol heute noch die erste Wahl für alle Injektionsarten bei hohem kapillaren Durchfeuchtungsgrad. Der Feuchtetransport wird um 90 % reduziert, der Salztransport vermindert, und selbst bei hohen Durchfeuchtungsgraden kann Kiesol eingesetzt werden.

Drucklose Mauerwerksinjektion

Drucklose Injektionen mit Kiesol werden über geneigte oder waagerechte Bohrungen mit Vorratsbehältern oder direkt per Flächen-Spritze eingebracht.
Diese einfache kapillare Duchtränkung wirk bis zu einer kapillaren Duchfeuchtung von 80 %, wenn das zugängliche Restporenvolumen gross genug ist.
Bei sehr hoher durchfeuchtung kann es auch in Kombination mit der Mauerwerksvortrocknung angewendet werden.

 

1. Grundierung

Grundierung des vorbereiteten Untergrundes mit Kiesol 1:1 mit Wasser. Stark saugende Untergründe sind vorzunässen

2. Haftbrücke

Während der Kiesol-Reaktionszeit wird die Sulfatexschlämme aufgebracht.

3. Egalisierung

In die frische Haftbrücke wird der Dichtspachtel eingebracht.

 4. Bohrungen durchführen

Nach Verdämmung des Injektionsbereiches werden die Bohrungen mit max. 12,5 cm Abstand und einem Durchmesser von 30 mm mit einer Neigung bis 45° durchgeführt.

 5. Ausblasen der Bohrlöcher

Durch das Ausblasen der Bohrlöcher wird der gesamte Bohrstaub entfernt.

 6. Einbringen von Kiesol

Durch die Verwendung von vorratsbehältern ist sichergestellt, dass Kiesol über einen längeren Zeitraum einwirken kann.

 7. Alternative

Kiesol kann auch mit der Flächen-Spritze eingebracht werden.

 8. Bohrlochsuspension

Nach Beendigung der drucklosen Injektion sind alle Bohrlöcher mit Bohrlochsuspension zu verschliessen.

 9. Abdichtung

Nach Verschluss der Bohrlöcher ist der Injektionsbereich mit der Sulfatexschlämme abzudichten.