Sanierputzsysteme

Wirkungsweise des Sanierputzes


 

Salzen den Schrecken nehmen


Hauptaufgabe von Sanierputzen ist es, Salze einzulagern und dadurch Schäden wie durch hygroskopische Feuchte und Kristallisation zu unterbinden. Bie Sanierungen von aussen wir empfohlen, als flankierende Massnahme zur Aussenabdichtung innenseitig einen Sanierputz aufzubringen.
Um diesen Doppeleffekt zu erzielen, definiert das WTA-Merkblatt "sanierputzsysteme" ein zweilagiges System aus Porengrundputz und dem eigentlichen Sanierputz als Oberputz.

 

  • Systembestandteil zur Bauwerksabdichtung und Altbauinstandsetzung
  • Spezialgrundierung und Tiefenschutzverkieselung unter Schlämmsystemen und unter kunststoffmodifizierten Bitumenabdichtungen
  • Oberklächenvergütungen in Trinkwasserbehältern, Kanälen und Klärbecken.
  • Betonverkieselung als Aggressiv- und Feuchtigkeitsschutz nach DIN 4030, DIN 4281 

Zu diesem Zweck wirken Sanierputzsysteme in zweierlei Weise:

  • Sie verlagern die Verdunstungsebene vom Mauerwerk in die Putzschicht.
  • Die in der Mauerwerksfeuchtigkeit gelösten Salze können vom Putzkörper aufgenommen werden, ohne dass dieser bei der Kristallisation der Salze Schaden nimmt.

Verdunstungszone und sicheres Salzlager


Diese Anforderungen können Putze nur erfüllen, wenn ihr Porenraum nach dem aktuellen Stand der Mörteltechnologie gestaltet wird. Im Putz werden gezielt kapillaraktive und kapillarbrechende Porenradien eingebaut. Dadurch gelingt es, die kapillare Wasserwanderung im Kapillarporensystem wie gewünscht zu steuern, also das Putzsystem als Verdunstungszone und sicheres Salzlager zu nutzen.

Remmers Sanierputze erfüllen in optimaler Weise die im WTA-Merkblatt "Sanierputzsysteme" geforderten Vorgaben. Diese werden in mehreren Parametern sogar übertroffen:
  • Salzspeicherfähigkeit
  • Hohe Sulfatbeständigkeit
  • Faser- und strukturverstärkt zur rissfreien Austrocknung
  • Der Sanierputz wirkt hydrophobierend, da dass keine Salze an die Oberfläche gelangen, wenn Feuchtigkeit den Putz durchdringt.
  • Der Unterputz wirkt als Einlagerungsschicht für die Salze. Hier lässt eindringende Feuchtigkeit biem Ausdiffundieren durch den Sanierputz die in ihr gelösten Salze zurück.
  • Sanierputzsysteme haben eine so hohe Salzresistenz, dass selbst beim Versalzungsgrad "mittel" ein einlagiger Auftrag von 20 mm Schichtdicke genügt.
  • Sanierputze können ohne Abdichtung bis zum Durchfeuchtungsgrad von < 40 % eingesetzt werden.

 

Massnahmen je nach Versalzungsgrad


Salze   Versalzungsgrad in Masse %    Versalzungsgrad  Massnahmen  Schichtdicke
 Chloride  < 0,2  0,2 bis 0,5  > 0,5  gering bis mittel  1. Spritzbewurf  mind. 5 mm
 Nitrate  < 0,1   0,1 bis 0,3  > 0,3  System 1  2. Sanierputz  mind. 20 mm
 Sulfate  < 0,5  0,5 bis 1,5  > 1,5  hoch  1. Spritzbewurf  mind. 5 mm
 Bewertung  Belastung  Belastung  Belastung  System 2  2. Grundputz  mind. 10 mm
   gering  mittel  hoch    3. Sanierputz  mind. 15 mm



  • Systeme gegen alle Salzbelastungen

Das WTA-Merkblatt 2-9-05/D "Sanierputzsysteme legt die technischen Anforderungen detailliert fest und gibt auch klare Anweisungen zur Planung und Ausfürung von Sanierputzsystemen. So wird die in der Bauzustandsynalyse ermittelte Salzbelastung durch Chloride, Nitrate und Sulfate bewertet: abhängig vom Salzgehalt in Prozent vach den drei Belastungsstufen "gering", "mittel" oder "hoch". Remmers Sanierputzsysteme dienen Innenabdichtungen als feuchtigkeitsregulierendes Schutzsystem.